Das Rentier spielt eine wichtige ökonomische Rolle für
die Menschen in der Arktis. Der Verkauf ihres Fells und Fleischs
ist eine wichtige Einkommensquelle. Die Domestizierung der Tiere
begann schon zwischen dem Bronze- und Eisenzeitalter. Norwegen und
Grönland haben eine lange Tradition wildes Rentier zu jagen.
In den Bergen von Zentral-Norwegen (z.B. in Jotunheimen) kann man
noch alte Steinfallen und Zäune für die Rentierjagd finden.
Das Rentier gehört zur Familie der Hirsche und ist ein Herdentier.
Männchen und Weibchen tragen Geweihe. Männchen können
bi zu 110kg und Weibchen bis zu 70kg wiegen. Sie werden etwa 1,80m
lang und haben eine Schulterhöhe von 100cm.
Die Paarungszeit liegt im späten September bis zum frühen
November. Die Männchen kämpfen um das Vorrecht sich mit
den Weibchen zu paaren. Die Männchen fressen nicht während
dieser Zeit und leben von ihren Fettreserven. Die Kälber werden
im Mai oder Juni geboren. Nach 45 Tagen können die Kälber
bereits Grasen, werden aber noch bis zum Herbst von der Mutter gesäugt.